Erfurt (SID) - Die Handballerinnen des Thüringer HC sind erneut deutscher Meister. Der Titelverteidiger gewann das spannende Final-Rückspiel gegen den Buxtehuder SV 28:26 (13:11) und drehte damit einen Ein-Tor-Rückstand aus dem Hinspiel (25:26) denkbar knapp. Buxtehude ist wie im Vorjahr "Vize" - in der vergangenen Spielzeit hatte der BSV nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore den Titel verpasst.

"Ein Riesenkompliment an Buxtehude. Dieses Spiel war Werbung für den Frauenhandball. Wir sind die neue Damenhandball-Hauptstadt", sagte THC-Trainer Herbert Müller, der seine fünfte Meisterschaft als Coach feierte, dem SID.

Katrin Engel sorgte mit ihrem Treffer 70 Sekunden vor dem Spielende für die Entscheidung. Buxtehude brachte anschließend trotz siebter Feldspielerin keinen Wurf mehr aufs THC-Tor und wartet weiter auf einen nationalen Titel.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der THC spielte zwar bis zur Pause ein Zwei-Tore-Polster heraus, Buxtehude blieb aber stets in Schlagdistanz und konnte sich auf Nationalspielerin Stefanie Melbeck (12 Tore) verlassen. In einer hochspannenden Schlussphase hatte Buxtehude bis zur 55. Minute die besseren Karten, nach dem 25:24 durch Melbeck gelang dem Vizemeister allerdings nur noch ein Treffer.

Matchwinner für die Thüringerinnen vor 1100 Zuschauern in der ausverkauften Salza-Halle waren Torhüterin Maike März (17 Paraden) und Nationalspielerin Nadja Nadgornaja mit acht Treffern.