Florenz (SID) - Zwei Wochen vor der EM hat der italienische Wettskandal die Fußball-Nationalmannschaft erreicht. Bei einer Razzia im Trainingslager der Squadra Azzurra durchsuchte die Polizei am Montagmorgen das Zimmer von Abwehrspieler Domenico Criscito. Am Nachmittag gab Verbands-Vize-Präsident Demetrio Albertini bekannt, dass der Profi von Zenit St. Petersburg nicht für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) nominiert werde.

Der Spieler beteuerte indes seine Unschuld. "Ich habe damit nichts zu tun", sagte Criscito. Solidarisch mit dem Kicker erklärte sich auch sein Trainer Luciano Spalletti. "Ich würde für ihn die Hand ins Feuer legen", betonte der Zenit-Coach.

Insgesamt nahmen die Ermittler in einer großangelegten Aktion in ganz Italien mehrere aktuelle und ehemalige Profis fest, darunter Lazio Roms Kapitän Stefano Mauri. Auch die Wohnung von Antonio Conte, Trainer von Meister Juventus Turin, wurde durchsucht.