Rom (dpa) - Nach Ermittlungen der Polizei wegen des Verdachts von Spielmanipulationen ist Nationalspieler Domenico Criscito aus dem italienischen Aufgebot für die Fußball-EM gestrichen worden. Dies teilte Verbands-Vizepräsident und Delegationsleiter Demetrio Albertini mit.

Der Akteur vom russischen Club Zenit St. Petersburg beteuerte seine Unschuld. «Ich habe damit nichts zu tun», sagte Criscito. Albertini zweifelt nicht an dem 25-Jährigen. «Ich glaube seiner Version», sagte der frühere Milan-Mittelfeldspieler.

Zuvor hatte die italienische Polizei den Kapitän des Erstligisten Lazio Rom, Stefano Mauri, festgenommen. Im Zusammenhang mit Ermittlungen im Wettskandal sei auch das EM-Trainingslager der italienischen Nationalmannschaft in der Toskana durchsucht worden, berichteten Medien.

Bei den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft geht es in erster Linie um Spiele aus der vergangenen Saison mit Beteiligung von Lazio, Lecce, Genua, Siena und Novara. Italien trifft bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine in Gruppe C auf Spanien, Kroatien und Irland.