Paris (dpa) - Tennis-Superstar Roger Federer sammelt weiter Rekorde: Mit seinem 233. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier hat der Schweizer die Bestmarke des legendären Amerikaners Jimmy Connors eingestellt und seinen 50. Erfolg bei den French Open gefeiert.

Leidtragender war der Lübecker Tobias Kamke, der gegen den Schweizer in Paris mit 2:6, 5:7, 3:6 erwartungsgemäß den Kürzeren zog. Der Paris-Champion von 2009, Federer, ist nun mehr seit 48 Spielen in Serie gegen Deutsche ungeschlagen - seit seiner Niederlage gegen Nicolas Kiefer im Halbfinale von Halle/Westfalen 2002.

Die Partien von gleich acht der insgesamt 15 gestarteten Deutschen waren für Montag angesetzt. Die ersten drei kassierten alle Niederlagen - neben Kamke auch der Bayreuther Philipp Petzschner gegen den Tunesier Malek Jaziri mit 3:6, 5:7, 6:7 (7:9) und überraschend auch Mona Barthel.

Die an Nummer 30 gesetzte Neumünsteranerin verlor am Bois de Boulogne sang- und klanglos 1:6, 1:6 gegen die amerikanische Qualifikantin Lauren Davis. «Ich weiß überhaupt nicht, was passiert ist. Ich bin ein bisschen traurig, aber ich hatte fünf super Monate in diesem Jahr», sagte die 21 Jahre alte deutsche Aufsteigerin der Saison.

Am Rande einer völlig überraschenden Niederlage stand auch die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka. Die Australien-Open-Siegerin und vierfache Turnier-Gewinnerin des Jahres feierte einen 6:7 (6:8), 6:4, 6:2-Zittersieg gegen die Italienerin Alberta Brianti. Dabei hatte die Weißrussin beim Stand von 0:4 im zweiten Satz gegen die Nummer 105 der Tenniswelt schon vor dem Aus gestanden.

Nun trifft Asarenka auf die 20 Jahre alte Qualifikantin Dinah Pfizenmaier aus Bochum, die bei ihrem Grand-Slam-Debüt am Sonntag auf Anhieb in die zweite Runde eingezogen war. Außerdem hatten am Auftakttag auch die neue deutsche Nummer eins Angelique Kerber, der Youngster Cedrik-Marcel Stebe und der Oldie Michael Berrer den Sprung unter die letzten 64 bei der mit 17,226 Millionen Euro dotierten zweiten Grand-Slam-Veranstaltung des Jahres geschafft.

Der an Nummer drei gesetzte Federer trifft in der zweiten Runde des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Welt nun entweder auf den Rumänen Adrian Ungur oder den Argentinier David Nalbandian. Im Halbfinale könnte es die langjährige Nummer eins der Tenniswelt mit dem neuen Branchenprimus Novak Djokovic (Serbien) zu tun bekommen.