Berlin (SID) - Die vier angeklagten Spieler des sportlichen Bundesliga-Absteigers Hertha BSC haben wie erwartet am Donnerstag Einspruch gegen die Strafanträge des DFB-Kontrollausschusses eingelegt. Damit werden die Anträge nun dem Einzelrichter des Schiedsgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorgelegt. Dieser will spätestens Anfang nächster Woche über das Strafmaß der Profis wegen der Tumulte beim Relegations-Skandalspiel bei Fortuna Düsseldorf (2:2) entscheiden.

In den Strafanträgen hatte der DFB-Kontrollausschusses harte Strafen beantragt. So soll der Georgier Lewan Kobiaschwili die Bundesliga-Rekordsperre von einem Jahr erhalten. Auch Defensivspieler Christian Lell (sechs Ligaspiele), Torwart Thomas Kraft (fünf) und Andre Mijatovic (vier) müssen mit Sperren für mehrere Partien rechnen.

Düsseldorfs Kapitän Andreas Lambertz akzeptierte dagegen die geforderte Strafe von zwei Spielen Sperre. Der Mittelfeldspieler hatte nach der chaotischen Partie am 15. Mai auf dem Rasen ein Bengalisches Feuer in der Hand gehalten. Neben der Sperre muss Lambertz auch eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro zahlen.

"Auch wenn ich die Fackel nur wenige Sekunden in der Hand gehalten habe und anschließend auf dem Boden abgelegt habe, bitte ich mein Verhalten zu entschuldigen. Ich versichere, dass dies ein einmaliger Vorgang bleiben wird", sagte Lambertz.