Kiel (dpa) - Ein ehemaliger Rocker hat am Donnerstag vor dem Kieler Landgericht massive Vorwürfe gegen den Chef der Hannoveraner Hells Angels, Frank Hanebuth, erhoben.

Dieser habe eine zentrale Rolle im Norden gespielt und auch die Ermordung eines Türken in Kiel in Auftrag und zur Ausführung «grünes Licht» gegeben. Das sagte der frühere Präsident der inzwischen aufgelösten Kieler Rockergruppe Legion 81, einer Art Hilfstruppe der Hells Angels.

Vom Mord habe er auf einer Weihnachtsfeier 2010 erfahren, als er in den inneren Führungszirkel der Kieler Hells Angels aufgenommen worden sei. Die Polizei sucht seit einer Woche in einer Lagerhalle in Altenholz bei Kiel nach Überresten des Türken, der vor zwei Jahren spurlos verschwand.