Frankfurt (SID) - Londons Olympiachef Sebastian Coe glaubt nicht, dass die Sommerspiele in London durch die Präsenz von Sicherheitspersonal an Flair verlieren werden. "Ich bin überzeugt, dass wir die richtige Balance finden. Natürlich nehmen wir die Sicherheit ernst, aber wir wollen auch nicht, dass die Leute sich fühlen wie bei einer Belagerung", sagte der frühere Weltklasse-Läufer am Donnerstag in Frankfurt am Main. Der Chef des Organisationskomitees LOCOG nahm an einer Pressekonferenz teil, bei der die ersten 85 deutschen Olympia-Starter durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominiert wurden.

Großbritanniens Premierminister David Cameron hatte mit Blick auf die 30. Sommerspiele (27. August bis 12. August) jüngst von der "größten Sicherheitsoperation auf britischem Festland in Friedenszeiten" gesprochen. Trotz früherer Dementis werden während des Großereignisses Boden-Luft-Raketen zur Abwehr möglicher terroristischer Anschläge stationiert. Zudem wacht ein Kriegsschiff auf der Themse - Eurofighter stehen am Flughafen einsatzbereit.

Die Geheimdienste und Scotland Yard koordinieren eine rund 40.000 Mann starke Truppe mit 13.500 Soldaten, 12.000 Polizisten und 16.000 privaten Kräften. Der Etat für die Sicherheit beträgt etwa 1,2 Milliarden Euro und hatte sich im Laufe der Zeit verdoppelt. Das Budget der Sommerspiele liegt bei insgesamt 11,25 Milliarden Euro.