Danzig (SID) - Wer hat Angst vor Cristiano Ronaldo? Niemand! Die deutschen Fußball-Nationalspieler sind vor dem EM-Auftakt gegen Portugal fest davon überzeugt, den Superstar von Real Madrid aus dem Spiel nehmen zu können. "Er gehört zu den Besten der Welt, ihn müssen wir ausschalten. Aber das haben wir in den letzten Spielen gegen Portugal geschafft. Und das klappt auch am Samstag wieder", sagte Lukas Podolski vor dem ersten Gruppenspiel der DFB-Auswahl am Samstag (20.45 Uhr/ARD) in Lwiw der Bild-Zeitung.

Auch die Ansage von Ronaldo (27), Weltfußballer werden zu wollen, lässt den 27-Jährigen kalt. "Wir wollen gegen Portugal gewinnen. Was Ronaldo für den Samstag plant, ist nicht wichtig", sagte Podolski trocken. Man müsse den Offensivspieler der Königlichen "aggressiv stören, ihn in harte Zweikämpfe verwickeln und ihm so die Lust am Fußball nehmen. Aber eins ist auch klar: Wir haben selbst genug Spieler mit großem Potenzial."

Per Mertesacker ist ebenso nicht gewillt, vor Ronaldo in Ehrfurcht zu erstarren. "Wir haben ihn schon ein paar Mal geärgert. Das hat immer gut funktioniert. Wir dürfen nicht so viele Eins-gegen-Eins-Duelle zulassen", betonte der Innenverteidiger.

Sami Khedira weiß wohl am besten, wie man seinen Real-Kollegen stoppen kann. "Man muss ihn frühzeitig stellen, ihm den Platz nehmen, und vor allem muss man ihm die Lust nehmen. Er ist Portugiese - und die funktionieren ohne Lust nicht", sagte der 25-Jährige.

Allerdings weiß Khedira auch, wie schwer das Vorhaben sein wird. "Was Cristiano für ein Talent und ein Selbstvertrauen hat, habe ich kein zweites Mal bisher gesehen. Er kann einfach alles. Ich denke, dass man einen Spieler wie Cristiano nie ganz ausschalten kann. Er schießt die Bälle aus allen Entfernungen einfach in den Winkel", lobte der Mittelfeldspieler.

Trotz der unbestrittenen Klasse von Ronaldo war es zuletzt auch Kapitän Philipp Lahm im Champions-League-Halbfinale des FC Bayern gegen Real weitgehend gelungen, die Kreise von Ronaldo einzuengen. Diesmal könnte die Aufgabe auf Jerome Boateng als möglicher Rechtsverteidiger der DFB-Auswahl zukommen. Ronaldo sei "eine harte Nuss", sagte Boateng, "aber ich bin bereit".