Legnano (dpa) - Titelverteidiger Jörg Fiedler aus Leipzig hat bei den Fecht-Europameisterschaften im italienischen Legnano mit einem souveränen 15:6 gegen den Polen Tomasz Motyka am Montag das Degen-Halbfinale gegen den Russen Pawel Suchow erreicht.

Damit hat der Linkshänder Fiedler Bronze sicher. Zuvor hatte er den Leverkusener Christoph Kneip in einem deutschen Achtelfinalduell mit 15:12 besiegt.

Norman Ackermann aus Tauberbischofsheim schied beim 8:9 im «Sudden Death» gegen den ehemaligen französischen WM-Zweiten Gauthier Grumier im Tableau der besten 32 aus. Der Heidenheimer Stephan Rein als vierter deutscher Starter belegte Platz 70.

Die deutschen Florettdamen büßten ihre Medaillenchancen vorzeitig ein. Als Letzte des Quartetts schieden die Tauberbischofsheimerinnen Carolin Golubytskyi und Sandra Bingenheimer unter den besten 16 aus. Olympia-Starterin Golubytskyi unterlag der Französin Ysora Thibus ebenso mit 4:15 wie Bingenheimer der Russin Larisa Korobejnikowa.

Für Katja Wächter (Tauberbischofsheim), die Olympia-Achte von Peking, und die Berliner Martina Zacke war schon unter den besten 32 Schluss. Wächter verlor gegen Italiens EM-Achte Ilaria Salvatori 7:15, Zacke war gegen die Russin Inna Deriglasowa beim 5:15 chancenlos. Aber auch Italiens jahrelang überragende Olympiasiegerin und Weltmeisterin Valentina Vezzali musste früh passen: Ihr stellte sich beim 6:15 in einem internen Duell Arianna Errigo in den Weg.

Fiedler, in London einziger Deutscher mit dieser Waffe, schlug im Tableau der besten 32 den ehemaligen spanischen WM-Dritten Jose Luis Abaja 15:12. Kneip überraschte den früheren russischen Weltmeister Anton Awdejew, den er im «Sudden Death» beim 6:6 mit Vorteil besiegte.

Kneip belegte mit dem Degen Platz zwölf, Ackermann wird im Schlussklassement an Position 20 geführt. Beste der deutschen Florettdamen war als Zwölfte Bingenheimer vor Golubytskyi (13.). Wächter wurde 20., Zacke musste sich mit Rang 24 begnügen.

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