Jerusalem (SID) - Der Konflikt um einen inhaftierten palästinensischen Fußballer, der in den Hungerstreik getreten war, ist offenbar beigelegt. Angeblich wird Mahmud Sarsak, der ohne Gerichtsbeschluss im Gefängnis saß, am 10. Juli aus dem Gefängnis entlassen. Für die Freilassung will er seinen Hungerstreik beenden, teilte Sarsaks Anwalt mit.

Sogar FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte sich in dem Fall eingeschaltet. Er hatte sich um den Gesundheitszustand mehrerer palästinesischer Fußballer gesorgt. Der FIFA lagen Berichte vor, wonach einige palästinensische Fußballspieler unter "offensichtlicher Missachtung ihres Rechts auf körperliche Unversehrtheit und ihrer Menschenrechte" von israelischen Behörden "mutmaßlich illegal in Haft gehalten und ihnen das Recht auf einen ordentlichen Prozess (Gerichtsverfahren) verweigert werde".

Der Präsident des palästinensischen Fußball-Verbandes PFA, Jibril Rajoub, hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) zu Sanktionen gegen Israel aufgefordert. Er verlangte von der UEFA, Israel die Gastgeberrolle der U21-EM 2013 zu entziehen.