Warschau/Kiew (SID) - Der Fußball-Weltverband FIFA hat zuletzt zwei Systeme getestet, mit denen die Torlinie überwacht und angezeigt werden kann, ob der Ball die Torlinie komplett überschritten hat. Das International Football Association Board (IFAB) will auf einer Sitzung am 5. Juli in Zürich entscheiden, ob es ein technisches Hilfsmittel zulässt. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter wünscht eine Einführung zur WM 2014. Folgende Systeme sind zuletzt erprobt worden:

Magnetfeld: Experten des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen haben ein System entwickelt, das ähnlich dem Diebstahlschutz im Kaufhaus arbeitet. Das System basiert auf einem Magnetfeld am Tor. Passiert der Ball die Torlinie, wird dem Schiedsrichter ein Funksignal auf dessen Uhr übermittelt.

Torkamera: Die sogenannte HawkEye-Technik wird seit Jahren beim Tennis eingesetzt. Das System arbeitet mit Kameras, die um das Spielfeld positioniert sind und die Spielsituation erfassen. Der Schiedsrichter wird etwa durch eine Vibration informiert. Allerdings würde die Meldung nur an den Schiedsrichter erfolgen und wäre im Unterschied zum Tennis nicht für das Publikum bestimmt.

Torrichter: Die zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten stehen an den Torlinien und sollen den (Haupt-)Schiedsrichter bei Situationen im und um den Strafraum unterstützen (etwa: Elfmeter oder nicht, Tor oder nicht). Allerdings dürfen die Torrichter keine sichtbaren Zeichen geben. Sie sind über Funk mit dem (Haupt-)schiedsrichter verbunden.