Hannover (dpa) - Das Landgericht Hannover hat am Mittwoch über zehn von insgesamt mehreren hundert Anleger-Klagen gegen den Finanzdienstleister AWD verhandelt. Dabei hörte die zuständige Kammer Anwälte des Unternehmens und der Kläger an, es wurde aber noch nicht mit der Beweisaufnahme begonnen.

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer war nicht als Zeuge geladen. «Dies könnte im weiteren Verlauf beantragt werden. Ob es zu einer Beweisaufnahme kommt, ist jedoch noch offen», sagte Gerichtssprecher Patrick Gerberding der Nachrichtenagentur dpa.

In den Verfahren geht es um die Frage, ob AWD-Berater ihre Kunden nicht über möglicherweise überhöhte Provisionen und die Risiken der vertriebenen Fonds informierten. Am Landgericht Braunschweig und am Oberlandesgericht Naumburg (Sachsen-Anhalt) liefen ähnliche Prozesse, in denen die Richter mangelnde Aufklärung monierten. In mehreren Auseinandersetzungen entschieden sie aber auch zugunsten des AWD.