Mainz (dpa) - Ohne einen einzigen Neuzugang hat der FSV Mainz 05 das Training für die seine vierte Bundesliga-Saison in Serie aufgenommen. «Für mich ist das kein Nachteil. Keiner muss sich eingewöhnen. Das ist angenehm und ein Vorteil in der Vorbereitung», sagte Trainer Thomas Tuchel.

Ganz ohne Neue soll es aber auch in Mainz nicht in die insgesamt siebte Erstliga-Runde gehen. «Zwei werden voraussichtlich kommen», erklärte Christian Heidel. Der FSV-Manager lässt sich Zeit, eine Terminvorgabe gibt es vom Trainer jedenfalls nicht.

Erst einmal gilt es bei den Rheinhessen, den großen Kader zu verschlanken. Erster Kandidat ist Zoltan Stieber, der zur letzten Saison aus Aachen kam und sich nicht durchsetzen konnte. Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth ist an dem Ungarn interessiert. «Wir sind in konkreten Verhandlungen. Ein Vertrag ist noch nicht unterschrieben», sagte Heidel. Weitere Spieler sollen dem Beispiel möglichst folgen. «In den nächsten Tagen kann sich noch einiges tun», meinte der 05-Manager.

Stieber fehlte beim ersten Training. «Wir wollten ihm den Medienrummel ersparen», erklärte Heidel. Drei Torhüter und 17 Feldspieler stellten sich der ersten Übungseinheit. Insgesamt sieben Wochen Vorbereitung unterbrochen von einem einwöchigen Urlaub liegen vor den FSV-Profis. Im ersten Teil will Tuchel in Umfang und Intensität eine wöchentliche Steigerung. Nach sieben freien Tagen erfolgt dann mit dem kompletten Kader der Feinschliff. «Ziel ist es, Details zu verbessern. Das große Ganze haben alle verinnerlicht», sagte Tuchel.

Bis Anfang Juli steigen auch die noch nach der Saison eingesetzten Nationalspieler Sami Allagui, Julian Baumgartlinger, Andreas Ibanschitz, Nikolce Noveski, Adam Szalai, Eric-Maxim Choup-Moting und Elkin Soto nach und nach ins Training ein. Als Letzter wird EM-Teilnehmer Eugen Polanski zurück sein. Mit Polen schied der Mittelfeldspieler nach der Vorrunde aus und ist bereits zurück in Mainz. «Er will eine Woche früher wieder anfangen und wird individuell arbeiten», berichtete Tuchel nach einem kurzen Gespräch mit Polanski, der eigentlich erst am 24. Juli einsteigen sollte.

Noch im Aufbautraining ist nach langer Verletzungspause Marcel Risse, auf den Tuchel große Hoffnungen setzt. Seinen Kreuzbandriss ausgeheilt hat Bo Svensson. «Das Knie hält, die Kondition fehlt noch», meinte der Däne nach der ersten Trainingseinheit. Auf eine neue Chance baut auch Stürmer Petar Sliskovic. Er war ein Jahr an den Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehen, konnte sich aber nicht als Stammkraft etablieren. «Wir glauben an den Jungen, er bekommt seine Chance», erklärte Heidel. «Alle, die einen Vertrag haben, haben eine Chance. Wir schicken keinen vom Hof», ergänzte Tuchel.