Berlin (dpa) - Jeder zweite Internetnutzer verbindet mit dem Begriff der Cloud das Speichern von Daten im Internet und jeder vierte nutzt bereits selbst diese Möglichkeit. Das ergab eine Umfrage der Firma Convios Consulting im Auftrag des Internetanbieters 1&1.

Das Karlsruher Unternehmen rangiert mit seinen Marken web.de und GMX demnach auf den Plätzen zwei und sechs der Cloud-Anbieter für den privaten Datenspeicher und erhofft sich im Wettbewerb mit Konkurrenten aus den USA Marktvorteile aufgrund zunehmender Datenschutzbedenken.

So stieg der Anteil der Befragten, die deutliche Bedenken gegen das Speichern ihrer Daten bei amerikanischen Anbietern haben, der Umfrage zufolge in den vergangenen zwei Jahren von 21,1 auf 27,6 Prozent. «Aus unserer Sicht wird das Thema nationaler Datenschutz auch bei den Cloud-Produkten eine große Rolle spielen», erklärte dazu der Geschäftsführer von web.de und GMX, Jan Oetjen. Unter den fünf in Deutschland meistgenutzten Anbietern von Online-Festplatten sind allerdings vier aus den USA: Marktführer Google, Dropbox, Apple und Microsoft.

Vier von zehn der insgesamt rund 1000 befragten Internet-Nutzer ab 14 Jahren können nichts mit dem Begriff der Cloud anfangen. Jeweils zwei Prozent denken bei Cloud (wörtlich: Wolke) an eine Wettervorhersage oder an Hackerangriffe.