Kiew (dpa) - In Abwesenheit der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko (51) hat ein Gericht in Kiew mit der Prüfung des Urteils gegen die Oppositionsführerin begonnen.

Timoschenko will unter Berufung auf Verfahrensmängel erreichen, dass eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs aufgehoben wird. Ihr Anwalt Sergej Wlassenko sagte, er gehe nicht davon aus, dass seiner Mandantin in der Ex-Sowjetrepublik «Gerechtigkeit widerfahren» wird. Bei einer Ablehnung wolle er das international umstrittene Urteil mit Hilfe europäischer Gerichte kippen. Vor dem Gebäude forderten Hunderte Anhänger Timoschenkos ihre Freilassung.