FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag vor wichtigen Anleihe-Auktionen in Spanien und Italien bei der Marke von 1,25 Dollar gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2505 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7994 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,2488 (Freitag: 1,2539) Dollar festgesetzt.

Der Rundumschlag der Ratingagentur Moody's gegen zahlreiche spanische Banken zeigte am Devisenmarkt kaum Auswirkungen. Händler argumentierten, der Schritt sei im Grunde erwartet worden. Am späten Montagabend hatte Moody's 28 spanische Geldhäuser teils drastisch abgestuft. Ausschlaggebend sind hohe Risiken in den Bankbilanzen infolge notleidender Hypothekenkredite bei zusehends begrenzten Möglichkeiten des Zentralstaats, den Banken zu helfen. Vor rund zwei Wochen hatte Moody's bereits die Bonität Spaniens stark herabgestuft.

Um so stärker rückt am Dienstag eine Versteigerung kurzfristiger Geldmarktpapiere Spaniens in den Fokus. Am Vormittag wird das Land versuchen, Titel über drei und sechs Monate am Markt zu platzieren. Das dürfte ihm abermals nur zu sehr hohen Zinsen gelingen. Das zweite Euro-Sorgenkind Italien begibt mehrere Staatsanleihen mit verschiedenen Laufzeiten.