Karlsruhe (dpa) - Bei der Geiselnahme in Karlsruhe hat der Täter nach Angaben der Staatsanwaltschaft seine Opfer «regelrecht hingerichtet». Die Polizei geht von vierfachem Mord aus. Die Tat sei geplant gewesen.

Die Polizei hat bei der Geiselnahme in Karlsruhe geschossen. Die Opfer seien zu diesem Zeitpunkt aber schon tot gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Gunter Spitz. «Der Gerichtsvollzieher konnte mit dem schlimmen Verlauf zu keinem Zeitpunkt rechnen», sagte Spitz weiterhin. Der Täter sei zuvor nicht wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.

Der Karlsruher Geiselnehmer hat den Gerichtsvollzieher nach Angaben der Polizei erst zweimal in Oberschenkel geschossen. Dann musste der ebenfalls in Geiselhaft genommene Schlüsseldienstmitarbeiter die anderen Opfer fesseln. Als er zu flüchten versuchte, hat der Täter mehrfach auf ihn geschossen.

Der Karlsruher Geiselnehmer setzte den Teppich seiner Wohnung in Brand. Brandgeruch aus der Wohnung habe dazu geführt, dass die Wohnung vom Spezialeinsatzkommando gestürmt wurde, teilte die Polizei mit.