Frankfurt/Main (SID) - Auch die Trainer und Betreuer der insgesamt 389 deutschen Olympia-Fahrer wurden vor ihrer Nominierung auf Herz und Nieren geprüft. Sie mussten vorab eine Ehren- und Verpflichtungserklärung abgeben und unterschreiben, dass sie "zu keinem Zeitpunkt Sportlerinnen und Sportlern Substanzen weitergegeben, zugänglich gemacht, rezeptiert oder appliziert oder Methoden angewandt" haben, die gegen die jeweils gültigen nationalen oder internationalen Anti-Doping-Bestimmungen verstießen.

Nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatten sieben Personen in der Erklärung angekreuzt, dass gegen sie geäußerte Verdachtsmomente bereits Gegenstand einer Untersuchung waren. Die vom DOSB-Präsidium eingesetzte und vom ehemaligen Bundesverfassungsrichter Udo Steiner geleitete unabhängige Kommission zur Überprüfung von Trainern mit Dopingvergangenheit kam nach sorgfältiger Prüfung dieser Fälle zum Schluss, dass keine Bedenken gegen eine Nominierung bestehen. Das teilte der DOSB am Mittwoch nach seiner letzten Nominierungsrunde mit.

Insgesamt wurden 279 Betreuerinnen und Betreuer, inklusive Trainer, Offizielle und Ärzte für das deutsche Team benannt.