Silverstone (SID) - WM-Spitzenreiter Fernando Alonso ist vom schweren Unfall der spanischen Marussia-Testpilotin Maria de Villota sehr betroffen und erstaunt, Weltmeister Sebastian Vettel hatte er den Geburtstag verhagelt. "Ich war mit dem Fahrrad unterwegs, es regnete und ich hatte einen Platten. Danach hörte ich von dem Unfall, das war kein guter Start in den Tag", sagte Vettel in Silverstone über den vorigen Dienstag, an dem er 25 Jahre alt wurde: "Für sie ist es schlimm. Es wäre gut, zu verstehen, was passiert ist. Aber das Wichtigste ist, dass es ihr bald wieder besser geht."

Ähnlich sieht es Alonso. "Wir warten alle auf weitere Neuigkeiten. Es sind schwierige Tage, traurige Tage. Ich war geschockt, als ich davon hörte", sagte de Villotas berühmter Landsmann am Donnerstag bei der offiziellen Pressekonferenz für den britischen Grand Prix in Silverstone (Sonntag, 14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky).

Maria de Villota, Teamkollegin von Timo Glock, war am Dienstag bei ihrem ersten Formel-1-Test im englischen Duxford gegen einen Team-LKW geprallt, hatte dabei Kopf- sowie Gesichtsverletzungen erlitten und ihr rechtes Auge verloren. Nach einer Operation war ihr Zustand als kritisch, aber stabil bezeichnet worden.

"Solange es keine weiteren Neuigkeiten gibt, konnten wir uns wenigstens dadurch ermutigen, dass Maria seit dem Unfall durchweg stabil blieb, vor allem während der ersten Nacht nach so einem langen chirurgischen Eingriff. Wir, die Familie, unterstützen uns gegenseitig an Marias Seite und wir ziehen großen Trost aus der bemerkenswerten medizinischen Fürsorge, die sie erhält", teilte die Familie der verunglückten Fahrerin in einem Statement mit.

"Über die Urachen zu sprechen, ist schwierig, weil wir keine Details kennen. Aber man fragt sich schon, wie so etwas passieren kann. Das ist schwer zu verstehen", sagte Alonso, der de Villotas Familie schon kurz nach dem Unfall via Twitter Mut zugesprochen hatte. Die 32-Jährige ist die Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota, der 1977 zu zwei GP-Einsätzen gekommen war.

Vom Marussia-Team gibt es bislang noch keine konkreten Aussagen, wie es zu dem Unfall kommen konnte. De Villota hatte bei den auf zwei Tage angesetzten Aerodynamik-Tests einige neue Teile am Auto ausprobieren sollen.