Hockenheim (SID) - Die schwer verunglückte Formel-1-Testpilotin Maria de Villota befindet sich nach Angaben ihres deutschen Teamkollegen Timo Glock auf dem Weg der Besserung. "Letzter Stand ist, dass sie im Moment sehr stabil ist, mit ihrer Familie und den Ärzten spricht und auf dem Weg der Besserung ist", sagte Glock, Stammfahrer beim Marussia-Team: "Natürlich ist es noch ein extrem langer Weg, aber den Umständen entsprechend geht es ihr ganz gut."

Der Rennstall hatte zu Beginn der Woche erklärt, dass der Unfall vor zwei Wochen bei der ersten Testfahrt der spanischen Fahrerin in Duxford nicht auf einem technischen Defekt zurückzuführen sei. Die spanische Sporttageszeitung Marca zitiert "eine der Familie sehr nahe stehende Person", die sich damit nicht zufrieden gibt: "Das ist die Version von Marussia, sie liefert aber keine Erklärung." Die Familie werde bis zum Abschluss sämtlicher Untersuchungen "keine weiteren Kommentare" abgeben. Maria de Villota sei aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands nicht in der Lage, an den Ermittlungen mitzuwirken, und könne sich an den Unfallhergang nicht erinnern.

Die 32 Jahre alte Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota hatte bei dem Unfall schwere Kopf- sowie Gesichtsverletzungen erlitten und ihr rechtes Auge verloren. De Villota wurde zweimal im Addenbrooke's Hospital im englischen Cambridge operiert und lag zwischenzeitlich im künstlichen Koma. Sie bleibt weiterhin im Krankenhaus.