Doch noch Hoffnung auf Verlängerung der UN-Mission in Syrien

New York (dpa) - Trotz des russisch-chinesischen Doppelvetos gegen eine Syrien-Resolution gibt es wieder Hoffnung auf eine Verlängerung der UN-Mission in Syrien. Nur Stunden nach der Blockade des westlichen Entwurfs durch Peking und Moskau berieten die Diplomaten am Abend in New York zwei Resolutionsentwürfe. Über die müsste spätestens heute abgestimmt werden - es ist der letzte Tag der vorerst auf drei Monate angelegten Mission. In Syrien eskaliert nach dem tödlichen Anschlag auf Assad-Vertraute der Bürgerkrieg. Syrische Regimegegner überrannten gestern nach Angaben der Opposition drei Grenzposten.

Hunderttausende protestieren in Spanien gegen die Sparmaßnahmen

Madrid (dpa) - Hunderttausende Spanier sind am Abend in insgesamt mehr als 80 Städten auf die Straße gegangen, um gegen die harten Sparmaßnahmen der Regierung zu protestieren. Allein in Madrid nahmen nach Angaben der Zeitung «El País» mindestens 100 000 Menschen an der Demonstration teil. Die großen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT hatten zu den Demonstrationen aufgerufen. Sie lehnen das von der Regierung beschlossene Sparpaket im Umfang von 65 Milliarden Euro entschieden ab.

Behörden dementieren Berichte über schwedischen Attentäter

Sofia (dpa) - Die Behörden in Bulgarien und Schweden haben Medienberichte dementiert, wonach es sich bei dem Attentäter von Burgas um einen ehemaligen Guantánamo-Häftling aus Schweden handeln soll. Laut den Berichten sollte es sich bei dem Selbstmordattentäter um einen 33-jährigen schwedischen Staatsbürger mit algerischen Wurzeln gehandelt haben. Er sei nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan gefangen genommen worden. Bei dem Anschlag auf einen mit einer israelischen Reisegruppe besetzten Bus waren vorgestern in Bulgarien sieben Menschen getötet worden.

Arbeitsministerin kritisiert Unternehmen wegen Umgangs mit Frauen

Berlin (dpa) - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat den Umgang der deutschen Unternehmen mit weiblichen Mitarbeitern kritisiert. Es sei empörend, wie wenig sich in den vergangenen zehn Jahren in den Konzernen getan habe, sagte die Ministerin der «Süddeutschen Zeitung». In den Unternehmen gelte noch immer: In der Breite dürften die Frauen mitarbeiten, in der Spitze nicht. Es müsse jetzt eine gesetzliche Frauenquote für die Aufsichtsräte der börsennotierten Unternehmen beschlossen werden, sagte die Ministerin. Dabei müsse es eine «glasklare Zielvorgabe von 30 Prozent» geben.

Wehrbeauftragter kritisiert Verlegung von Gelöbnis

Berlin (dpa) - Der Wehrbeauftragte des Bundestags hat die Verlegung des Feierlichen Gelöbnisses der Bundeswehr vom Reichstag in den Bendlerblock kritisiert. «Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee und kein Ministerialheer», sagte Hellmut Königshaus (FDP) der Tageszeitung «Die Welt». «Ich hätte es eine schöne Tradition gefunden, wenn das Gelöbnis immer vor dem Reichstag abgehalten würde», ergänzte der FDP-Politiker. In den vergangenen vier Jahren hatte das Gelöbnis auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag stattgefunden.

Morgan Freeman spendet Obama eine Million Dollar

New York (dpa) - Hollywood-Schauspieler Morgan Freeman möchte US-Präsident Barack Obama weitere vier Jahre im Weißen Haus sehen. Deshalb spendete er eine Million Dollar für dessen Wahlkampagne. Obama habe in diesen historisch schwierigen Zeiten außerordentliche Arbeit geleistet, erklärte der Schauspieler nach einem Bericht des US-Magazins «Politico.com». Er wolle ihn gegen Kritiker in Schutz nehmen. Freeman weiß, wovon er spricht. Im Film saß er selbst schon einmal im Weißen Haus: In dem Streifen «Deep Impact» spielte er noch vor der Wahl Obamas einen schwarzen US-Präsidenten.