Hamburg (AFP) Nach dem Olympia-Attentat 1972 in München haben die Bundesregierung und die bayerische Landesregierung laut einem Bericht des "Spiegel" ihr Versagen geschönt und vertuscht. Dies würden bislang geheime Vermerke und Berichte der Ermittlungsbehörden, Botschaftsdepeschen und Kabinettsprotokolle belegen. So habe bereits zwei Tage nach dem Anschlag ein Beamter des Auswärtigen Amtes am 7. September in einer Vorlage für das Kabinett die Linie vorgegeben, die fortan die Regierungen in Bonn und München befolgt hätten: "Gegenseitige Beschuldigungen müssen vermieden werden. Auch keine Selbstkritik."