München (dpa) - Siemens spürt den konjunkturellen Gegenwind weit heftiger als erwartet: Das Unternehmen verschiebt den Börsengang seiner Lichttochter Osram erneut. Europas größter Elektrokonzern erwirtschaftete im vergangenen Quartal einen Gewinn von lediglich 850 Millionen Euro. Der Auftragseingang brach um 23 Prozent ein. Siemens-Vorstandschef Peter Löscher warnte in München, angesichts des verschlechterten Umfelds sei es schwieriger geworden, die Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen. Er hatte das Gewinnziel erst vor drei Monaten von 6,0 auf 5,2 Milliarden Euro gesenkt.