London (SID) - Nachdem sich die ersten drei Medaillenhoffnungen nicht erfüllt hatten, rückte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) von seiner Zielvorgabe bei den Olympischen Spielen ab. "Die Medaillenvorgabe war sehr hoch. Wir haben Schwierigkeiten, in der gleichen Schrittlänge mit den Spitzennationen mitzuhalten", sagte DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow nach dem fünften Platz des Weltrekordlers Paul Biedermann über 200 m Freistil.

Sechsmal Edelmetall hatte die Vereinbarung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorgesehen. Biedermann hatte zuvor bereits über 400 m Freistil eine einkalkulierte Medaille deutlich verpasst, zudem hatte die hoch gewettete 4x100-m-Freistilstaffel um Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen nicht einmal das Finale erreicht. Man habe sich ohnehin eher bemüht, "ähnliche Resultate wie in Shanghai zu erreichen", sagte Buschkow mit Blick auf die Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr, als die deutschen Schwimmer mit fünf Bronzemedaillen das schlechteste Ergebnis der WM-Geschichte verbucht hatten.

Auf die Frage, wer denn noch für Edelmetall infrage komme, antwortete Buschkow: "Ich bin der festen Überzeugung, dass Britta durchaus eine Chance hat, eine gute Top-Ten-Platzierung zu erreichen. Und wir haben noch ein paar Staffeln." Doppel-Olympiasiegerin Steffen startet am Mittwoch über 100 und am Freitag über 50 m Freistil.