London (SID) - Silbermedaillen-Gewinnerin Britta Heidemann hat nach der umstrittenen Sekundenentscheidung im Degen-Halbfinale der Olympischen Spiele eine Regeländerung angeregt. "Das war kein Fehler der Athleten, sondern ein Fehler der Technik. Das darf nicht passieren. Wir brauchen mehr Transparenz. Die Zeitabläufe sollten noch genauer ersichtlich sein", sagte die 29-Jährige: "Wenn solche Diskussionen genau in einem solchen Moment auftauchen, muss man auf jeden Fall schneller Entscheidungen treffen."

Im Halbfinalgefecht Heidemanns und der Südkoreanerin Shin A Lam war es am Montag zu einer dramatischen Entscheidungen gekommen. Beim Stand von 5:5 im Sudden Death hatte es zwei Doppeltreffer innerhalb der letzten Sekunde gegeben. Die österreichische Obfrau Barbara Csar verlangte daraufhin beim Kampfgericht die Überprüfung der Uhr, bei der ein Fehler festgestellt wurde.

Auf Nachfrage der Obfrau akzeptierten beide Fechterinnen die Entscheidung, die letzte Sekunde noch einmal zu fechten. Heidemann traf, Shin verlor. Erst nach über einer Stunde stand der Finaleinzug Heidemanns fest. Shin saß in dieser Zeit aus Protest auf der Planche.