London (SID) - Der Turnweltverband FIG hat die nachträgliche Notenkorrektur zugunsten des dreimaligen Mehrkampf-Weltmeisters Kohei Uchimura bei der olympischen Mannschafts-Entscheidung der Kunstturner in London verteidigt. "Man muss immer mit Fehlern rechnen, das kennt man ja aus dem Fußball. Zum ersten Mal hat eine solche Korrektur bei Olympia Einfluss auf eine Medaillenentscheidung gehabt, dennoch denke ich, dass unser aktuelles System den Athleten vor Ungerechtigkeiten schützt", sagte FIG-Generalsekretär Andre Geisbühler.

Nach einem Protest der japanischen Mannschaftsleitung war der Schwierigkeitswert der Seitpferdübung Uchimuras nachträglich um 0,7 Punkte angehoben worden. Dadurch rückten die zuvor viertplatzierten Asiaten noch auf den zweiten Platz hinter Weltmeister China vor. Gastgeber Großbritannien rutschte vom Silber- auf den Bronzerang, die zuvor drittplatzierten Ukrainer gingen leer aus.

Geisbühler bestätigte, dass das zuständige Kampfgericht erst nach zehnmaligem Videostudium zu einer Entscheidung gekommen sei. In der North Greenwich Arena warteten 15.500 Zuschauer, darunter auch die Prinzen William und Harry, eine Viertelstunde lang auf den endgültigen Beschluss der Jury. Alle Übungen werden auf Video aufgezeichnet, der Videobeweis kommt jedoch nur nach einem offiziellen Einspruch zum Tragen.