Olympia: Bronze-Chance für Schwarzkopf - Mixed im kleinen Finale
London (dpa) - Keine Medaille im Fechten, Schießen und Triathlon - die deutschen Hoffnungen auf weiteres Edelmetall haben sich am achten Wettkampftag in London zunächst nicht erfüllt.
Die Chance auf Bronze bietet sich am Samstagabend im Siebenkampf Lilli Schwarzkopf, die vor dem abschließenden 800 Meter-Lauf nur neun Punkte hinter Platz drei zurücklag. Auch Nadine Müller peilt im Diskuswerfen einen Podestplatz an. Im Mixed kämpfen Christopher Kas und Sabine Lisicki am Sonntag im kleinen Finale um Tennis-Bronze.
Das erste Leichtathletik-Gold des Tages ging im 20 Kilometer Gehen an den Chinesen Chen Ding. Als bester Deutscher kam Andre Höhne auf Rang 21. Zuvor war Supersprinter Usain Bolt bei seinem mit Spannung erwarteten London-Einstand über 100 Meter in 10,09 Sekunden locker ins Halbfinale gejoggt. Hoffnungen auf Medaillen weckten auch die deutschen Stabhochspringerinnen, die zu dritt ins Finale einzogen.
Den Tennis-Olympiasieg sicherte sich Serena Williams aus den USA. Das erste Triathlon-Gold der Spiele ging an die Schweizerin Nicola Spirig. Mit zwei weiteren Siegen auf dem Dorney Lake untermauerte derweil Großbritannien seine Position als führende Ruder-Nation. Auch im Velodrom holten die Gastgeber in der Mannschaftsverfolgung der Frauen über 3000 Meter erneut Gold.
Nach 127 von 302 Entscheidungen behauptete das US-Team im Medaillenspiegel mit 24 Gold-, 11 Silber und 13 Bronzemedaillen seinen knappen Vorsprung vor China (23-16-11). Rang drei festigten die Briten mit elfmal Gold, siebenmal Silber und achtmal Bronze. Die deutsche Mannschaft (5-9-6) rangiert weiter an Position sechs.
Vor Weymouth surft Toni Wilhelm auf Medaillenkurs. Der Schwarzwälder gewann die achte Wettfahrt und liegt zwei Rennen vor dem Finale auf Rang drei. Dagegen platzten die Hoffnungen der Degenfechterinnen frühzeitig. Nach dem 42:45 gegen den WM-Zweiten China beendeten die Einzel-Zweite Britta Heidemann sowie Imke Duplitzer und Monika Sozanska den Team-Wettkampf als Fünfte.
Im Trampolin musste sich Athen-Olympiasiegerin Anna Dogonadze mit dem zehnten Rang begnügen. Die Triathletinnen Anne Haug als Elfte und Anja Dittmer auf Platz zwölf hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Mit einem Schreck begann Olympia für die deutschen Springreiter: Christian Ahlmann sammelte mit Codex One in der ersten Runde 15 Strafpunkte und schied damit im Einzel aus.
Auch Weltmeisterin Barbara Engleder verfehlte die erste deutsche Schützen-Medaille in London. Im Dreistellungskampf mit dem Sportgewehr belegte die 29-Jährige Rang sechs. Die WM-Zweite Sonja Pfeilschifter scheiterte bereits in der Qualifikation und wurde 19. Im Trapschießen verpasste Sonja Scheibl als 17. den Endkampf deutlich. Die Wasserspringerinnen Nora Subschinski und Katja Dieckow schafften den Einzug ins Finale vom Drei-Meter-Brett nicht.
Für die deutsche Ruderflotte ging Olympia ohne Medaille zu Ende. Der Vierer ohne Steuermann musste sich im Finale mit dem letzten Rang begnügen. Auch die beiden leichten Doppelzweier kamen als Sechste ins Ziel. Deutschlands Tischtennis-Damen kamen nicht ins Halbfinale. Die Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp unterlag Japan mit 0:3.
Die deutschen Volleyballer wahrten mit 3:0 gegen Tunesien die Chance aufs Viertelfinale. Julius Brink und Jonas Reckermann zogen ins Viertelfinale des Beachvolleyball-Turniers ein. Roger Kluge gewann bei den Bahnrad-Wettbewerben die zweite von sechs Disziplinen im Mehrkampf Omnium. Robert Förstemann erreichte über den Hoffnungslauf das Viertelfinale im Sprint.