London (dpa) - Thomas Lurz hat den deutschen Schwimmern mit Silber über zehn Kilometer im letzten Wettbewerb doch noch olympisches Edelmetall in London beschert. Der Würzburger musste im Hyde Park nur den Tunesier Oussama Mellouli ziehen lassen, der rund dreieinhalb Sekunden vor Lurz anschlug.

Andreas Waschburger kam auf Rang acht. Mit der silbernen Plakette gewann Lurz die insgesamt 38. Medaille für die deutsche Olympia-Mannschaft, die bisher zehnmal Gold, 17 Mal Silber und elfmal Bronze verbuchte.

Bei den Kanu-Wettbewerben zog Ronald Rauhe in zwei Sprint-Finals über 200 Meter ein. Gemeinsam mit seinem Partner Jonas Ems kam er auf dem Dorney Lake als Halbfinal-Zweiter in den Endlauf am Samstag. Zuvor hatte sich der ehemalige Kajak-Weltmeister bereits für das Finale in der Einzel-Konkurrenz qualifiziert. 1000-Meter-Olympiasieger Sebastian Brendel im Canadier-Einer und Silke Hörmann verpassten den Sprung ins Finale.

Australien ist die erfolgreichste Segelnation der London-Spiele. Die 470er-Segler Mathew Belcher und Malcolm Page sicherten Down Under schon das dritte Gold im Revier vor Weymouth. Bei den Frauen sicherten sich Jo Aleh und Olivia Powrie aus Neuseeland Olympia-Gold. Kathrin Kadelbach aus Berlin und Friederike Belcher erkämpften sich im Medaillenfinale Rang drei, konnten ihren achten Platz im Gesamtklassement aber nicht mehr verbessern.

Beim olympischen Taekwondo-Turnier erreichte Helena Fromm das Viertelfinale. Die 25-Jährige gewann ihr Auftaktduell in der Klasse bis 67 Kilogramm gegen die Vietnamesin Chu Hoang klar mit 13:1 Punkten. Jana Berezko-Marggrander verpasste das olympische Finale der Gymnastinnen klar. Die Schülerin kam bei ihrem Olympia-Debüt im Feld der 24 Gymnastinnen auf Rang 17.

Mit einwöchiger Verspätung legte Chinas Olympia-Delegation Protest gegen den Gold-Gewinn der deutschen Team-Radsprinterinnen Kristina Vogel und Miriam Welte ein. Im Finale am 2. August war das siegreiche chinesische Duo von der internationalen Jury wegen eines Wechselfehlers und Befahrens der blauen Linie auf Rang zwei zurückgestuft worden, was den Deutschen Gold einbrachte.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bestätigte zwei Tage vor dem Ende der Spiele offiziell den Doping-Fall Alex Schwazer. Der italienische Geher-Olympiasieger von 2008 war bei einer vorolympischen Doping-Kontrolle am 30. Juli positiv getestet worden. Er hatte das verbotenen Blutdopingmittel EPO genommen.