Düsseldorf (AFP) In einem Arbeitskampf können im Einzelfall auch zugespitzte Äußerungen zulässig sein. Dies entschied das Landesarbeitsgerichts Düsseldorf am Freitag im Fall von streikenden Arbeitnehmern, die in Sprechchören ihrem Unternehmen vorgeworfen hatten, es "betrüge" beziehungsweise "bescheiße". Hintergrund des Beschäftigten-Unmuts war demnach, dass das Unternehmen der Ernährungsindustrie während der Laufzeit eines Tarifvertrags seine Vollmitgliedschaft im Arbeitgeberverband in eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung umgewandelt hatte. (Az. 8 SaGa 14/12)