London (SID) - (SID) - Ein vermeintlich rassistischer Twitter-Kommentar kommt den früheren englischen Fußball-Nationalspieler Rio Ferdinand teuer zu stehen. Der Verteidiger von Rekordmeister Manchester United muss eine Strafe von 45.000 Pfund (etwa 57.000 Euro) zahlen, eine Sperre bleibt ihm allerdings erspart. Das teilte der englische Fußballverband FA am Freitag mit. Damit reagierte die FA auf "unangemessenes Verhalten" des 33-Jährigen "in Bezug auf einen Twitter-Beitrag".

Ferdinand hatte via Twitter dem Beitrag eines anderen Users zugestimmt. Darin war Ashley Cole vom FC Chelsea als "choc-ice" bezeichnet worden, nach Ansicht des Verbandes ein Begriff, der oftmals rassistisch aufgefasst wird und Cole sinngemäß als "außen schwarz und innen weiß" beschreibt. Die FA sieht darin eine Verfehlung, die einen "Bezug zu ethnischer Herkunft, Hautfarbe oder Rasse" herstellt. Ferdinand bestreitet eine solche Intention, der Begriff sei lediglich ein Slang-Ausdruck, der jemanden als falsch bezeichnet.

Die Kommentare waren gefallen, nachdem Cole im Streit um mögliche rassistische Beleidigungen seines Mannschaftskameraden John Terry gegen Ferdinands Bruder Anton (Queens Park Rangers) für den Chelsea-Verteidiger ausgesagt hatte. Das Gericht sprach Terry frei.