Madrid (dpa) - Der verheerende Waldbrand bei Marbella an der spanischen Costa del Sol ist in der Nacht von Freitag auf Samstag unter Kontrolle gebracht worden. Dies teilte die Brandschutzbehörde der Region Andalusien am Samstag mit.

Mehr als 400 Menschen - unter ihnen 150 Soldaten - waren am Samstag noch im Einsatz, um das Feuer vollständig zu löschen.

Der Brand war am Donnerstagnachmittag bei der Ortschaft Coín im Sierra-Negra-Gebirge ausgebrochen. Er hatte sich wegen des starken Windes und der hohen Temperaturen blitzschnell ausgebreitet.

Nach vorläufigen Schätzungen hat das Feuer eine Fläche von mindestens 1000 Hektar zerstört. Ein 78 Jahre alter Brite wurde Opfer der Flammen. Seine verkohlte Leiche wurde am Freitag in einer Scheune gefunden. Seine Frau gilt als vermisst. Fünf weitere Menschen wurden mit Verbrennungen oder Rauchvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Etwa 5000 Menschen mussten sechs Ortschaften verlassen.