Dresden (dpa) - Erich Kästner und Martin Walser haben sie gelobt, und nun ist auch Helge Schneider ihr verfallen: die Dresdner Eierschecke. Bei einem Auftritt am feuchtkühlen Elbufer besang der Barde die sächsische Kuchenspezialität.

Der Komiker und Musiker Helge Schneider (57) liebt Dresden und lokale Spezialitäten der Elbe-Stadt. «Ich überlege, hierher zu ziehen», bekannte Schneider bei einem Auftritt am Elbufer im Zuge seiner «Rettung naht!»-Tour. Verpackt hatte er das Geständnis am Freitag in ein improvisiertes Lied an die «schöne» Stadt.

Sächsischer Blechkuchen aus Hefeteig mit einer Tasse Kaffee hat es dem Anti-Star demnach angetan: «Ich bin gern hier, esse Eierschecke und trinke ein Schälchen Heeßen», dichtete er am Abend nach seinem Geburtstag vor begeistertem Publikum. Mit seinen bekanntesten Hits geizte der 57-Jährige bei seinem nunmehr zehnten Gastspiel, spielte aber «100 000 Rosen», «Ich drück' die Maus», «Telefonmann» sowie Versionen von «Meisenmann» und «Johnny Klaus».

Schneider füllte die zwei Stunden mit jeder Menge Wort-«Quatsch» und exzellenter Jazz-Musik. Dabei lösten Englands Superdrummer Pete York, die Saxofonisten Scott Hamilton und Tyree Glenn Jr. und Beatboxerin Butterscotch aus den USA Beifallsstürme aus. Auch Ira Coleman am Kontrabass und Willi Ketzer am Schlagzeug gaben solistische Einlagen.