Berlin (AFP) Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft wird die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen nicht strafrechtlich verfolgen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Das kündigte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) am Mittwoch in Berlin an. Die Berliner Behörden reagieren damit auf das umstrittene Urteil des Kölner Landgerichts, das die Beschneidung eines Jungen als rechtswidrige Körperverletzung gewertet und damit einen Sturm der Entrüstung in muslimischen und jüdischen Gemeinden ausgelöst hatte.