Stuttgart (SID) - Null Punkte, 1:7 Tore, Platz 18: Beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart hat die Aufarbeitung nach dem Fehlstart begonnen. Besonders im Fokus steht dabei Tamas Hajnal, der in der vergangenen Saison noch so starke Regisseur. "Tamas muss das Spiel wieder mehr in die Hand nehmen, Ruhe reinbringen und Rhythmus geben. Er kann das, aber er beruhigt das Spiel zur Zeit zu wenig, gibt den Takt auch nicht vor", sagte Trainer Bruno Labbadia.

Bei der 1:6-Pleite bei Bayern München am vergangenen Sonntag habe seiner Mannschaft eine Anspielstation gefehlt, sagte Labbadia mit Blick auf den dort schwachen ungarischen Nationalspieler, den er zur Pause rausnahm. Hajnal komme "in dieser Saison noch nicht richtig rein ins Spiel", ergänzte Labbadia. In der Europa League spielte Hajnal allerdings gut, das Tor von Vedad Ibisevic beim 1:1 bei Dynamo Moskau etwa bereitete der 31-Jährige mit einem Traumpass vor.

Labbadia bezeichnete das Debakel von München als "Rückschritt". Der Klub werde "sehr kritisch damit umgehen, auf Fehler hinweisen. Aber wir werden unsere Pläne nicht über den Haufen schmeißen. Wir haben einen klaren Plan. Und davon weichen wir nicht ab." Labbadia zielte damit in erster Linie auf die Spielweise des VfB ab, die auf Ballkontrolle ausgelegt ist. "Wir stellen nicht alles infrage." Er sei überzeugt, dass die Mannschaft wieder aufstehe.

Labbadia stehen wegen der kommenden Länderspiele und aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen derzeit im Training nur sieben Spieler zur Verfügung - Hajnal ist nicht darunter. "Das ist schade, weil man so ein Spiel schnell analysieren und abhaken will", sagte Labbadia.