Berlin (dpa) - Religiös motivierte Beschneidungen bleiben in Berlin unter strengen Voraussetzungen straffrei. So müssen Eltern oder Sorgeberechtigte der jüdischen oder muslimischen Jungen künftig dem Eingriff - einer Entfernung der Vorhaut am Penis - ausdrücklich schriftlich zustimmen. Vorher sei eine Aufklärung über Risiken notwendig, sagte Justizsenator Thomas Heilmann. Zudem müssten die Eltern die religiöse Motivation und Notwendigkeit nachweisen - etwa durch Bestätigung ihrer Gemeinde. Das Landgericht Köln hatte Ende Juni eine religiös motivierte Beschneidung für rechtswidrig erklärt.