New York (dpa) - Die von einem Abhörskandal erschütterte News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch bekommt zwei prominente neue Aufseher.

Auf der Hauptversammlung im Oktober sollen sowohl Kolumbiens Ex-Präsident Álvaro Uribe als auch die frühere US-Arbeitsministerin Elaine Chao in den Verwaltungsrat des Medienkonzerns gewählt werden. Es ist das höchste Firmengremium. Murdoch lobte in einer Erklärung vom Dienstag die zwei Kandidaten: Uribe habe die demokratischen Institutionen Kolumbiens geschützt, die Wirtschaft angekurbelt und die Sicherheit für sein Volk wiederhergestellt, erklärte der Konzernchef. Ihm und Chao bescheinigte Murdoch ausgesprochene Führungsfertigkeiten.

Uribe war von 2002 bis 2010 Staatschef Kolumbiens. Er hatte in seiner Regierungszeit bis Mitte 2010 einen erbitterten Kampf gegen die linke FARC-Guerilla geführt. Menschenrechtsorganisationen werfen ihm vor, die rechtsextremen Paramilitärs unterstützt zu haben. Chao war von 2001 bis 2009 Ministerin unter Präsident George W. Bush. Beide sind heute vor allem beratend tätig.

Für sie müssen zwei langjährige Verwaltungsräte ihre Stühle räumen. Die Personalien sind Teil eines größeren Umbaus. Die News Corp. versucht zurzeit, ihr Renommee wiederherzustellen, das unter dem Skandal um die inzwischen dicht gemachte Sonntagszeitung «News of the World» arg gelitten hat.

Die News Corp. steht überdies vor der Aufspaltung in zwei Teile: Der Unterhaltungsbereich mit Film («20th Century Fox») und Fernsehen («Fox») auf der einen Seite sowie das Verlagsgeschäft mit Zeitungen wie dem «Wall Street Journal», der «Times», der «Sun» oder dem Buchverlag HarperCollins auf der anderen Seite. Murdoch wird die größeren elektronischen Medien führen.

Mitteilung Verwaltungsrat

Q4-Bilanz

Mitteilung News Corp. zu den Aufspaltungsplänen