Berlin (dpa) - Der Zentralrat der Juden in Deutschland hält die vom Berliner Senat angekündigte Straffreiheit für Ärzte, die Beschneidungen vornehmen, nicht für ausreichend. Generalsekretär Stephan J. Kramer begrüßte den Schritt zwar als Signal zugunsten der Religionsfreiheit. Die Zwischenlösung helfe aber nicht weiter, sagte er der «Frankfurter Rundschau». Die jüdischen Beschneider könnten so Eingriffe vornehmen, müssten sich danach aber einer Einzelfallprüfung und möglicherweise einem Ermittlungsverfahren unterziehen.