Minsk (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Weißrussland hat der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko (58) Fälschungsvorwürfe der Opposition zurückgewiesen.

«Dies sind Wahlen für das weißrussische Volk, nicht für den Westen», sagte «Europas letzter Diktator» bei der Stimmabgabe in der Hauptstadt Minsk. Die beiden größten Oppositionsparteien der früheren Sowjetrepublik haben zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Sie beklagen ein Klima der Einschüchterung sowie massive Manipulationen.

Lukaschenko bezeichnete seine Gegner als «Feiglinge, die dem Volk nichts anzubieten haben». Die Opposition scheue den politischen Kampf, sagte der seit 18 Jahren mit harter Hand regierende Staatschef. «Erst nach Schließung der Wahllokale veranstaltet sie eine Show in Form von Protesten», meinte Lukaschenko.

Etwa sieben Millionen Menschen sind aufgerufen, die 110 Mandate im Parlament neu zu vergeben. Die Wahllokale schließen um 1900 Uhr MESZ.

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