Warschau (dpa) - Der Technik-Direktor der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Andy Roxburgh, hat die Einführung von 24 statt 16 Mannschaften bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich verteidigt.

Das Turnier werde trotz der acht mehr Teams weiterhin wettbewerbsfähig und aufregend sein. «Es kann ein Erfolg werden», sagte Roxburgh am Mittwoch am Rande der UEFA-Trainerkonferenz in Warschau, an der auch Bundestrainer Joachim Löw und Spaniens Coach Vicente del Bosque teilnahmen.

Der fußballerische Standard in Europa sei so hoch, dass sogar weniger bekannte Länderteams den Großen Probleme bereiten könnten. Der Schotte Roxburgh erinnerte an die Zweifel vor der EM 1996 in England, als die Zahl der Teilnehmer von acht auf 16 erhöht worden war. Damals sei ebenfalls befürchtet worden, dass die EM nun «langweilig» werden würde. «Es ist dann allerdings eines der interessantesten Turniere überhaupt geworden», sagte der Funktionär.

Ungeachtet der Diskussion über die Einführung einer Torlinientechnologie hätte die abgelaufene EM in Polen und der Ukraine das Gefühl erbracht, dass die Standards der Schiedsrichterleistungen «sehr hoch» gewesen seien. Roxburgh lobte auch die Spieler und den sportlichen Verlauf. «Im Vergleich zur vorangegangenen EM ist die Zahl der Fouls um 20 Prozent zurückgegangen. Wie sich die Spieler bei dieser EM gezeigt haben, war wirklich beeindruckend.»