Zürich (SID) - Der Fußball-Weltverband FIFA feiert sein Goal-Programm. Das Entwicklungshilfe-Projekt hat einer Pressemitteilung zufolge "13 Jahre nach der Lancierung durch FIFA-Präsident Joseph S. Blatter eine weitere Schallmauer durchbrochen": 600 Goal-Projekte in 199 nationalen Verbänden - jüngster Nutznießer ist das 209. FIFA-Mitglied Süd-Sudan - seien mit insgesamt 250 Millionen Dollar (193 Millionen Euro) gefördert worden.

Größter Empfänger waren nach FIFA-Angaben die Mitgliedsverbände in Afrika mit 166 Projekten, gefolgt von Asien (147), Europa (111), Nord-, Mittelamerika und Karibik (99), Ozeanien (42) und Südamerika (35). Am meisten sei in technische Zentren (35 Prozent der gesamten Mittel), Verbandssitze (25 Prozent), Fußballfelder (24 Prozent) und Futsal-Hallen investiert worden.

"Wichtiger als die Zahlen ist der konkrete und positive Nutzen des Goal-Programms und aller übrigen FIFA-Entwicklungsprogramme für die lokalen Gemeinden. Nur so kann die FIFA ihre Mission erfüllen: das Spiel entwickeln, die Welt berühren, eine bessere Zukunft gestalten", wird Blatter zitiert.

Kritiker werfen den FIFA-Bossen vor, die Vergabe von Geldern für das Goal-Projekt immer wieder auch als Druckmittel genutzt und an Bedingungen geknüpft zu haben. Der Vorsitzende des Goal-Projektes, Afrikas Fußball-Chef Issa Hayatou, steht massiv unter Korruptionsverdacht. Durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) erhielt der Kameruner im November 2012 einen Verweis, weil die Ethik-Kommission es als erwiesen ansah, dass Hayatou von dem mittlerweile bankrotten Rechtevermarkter ISL unrechtmäßig Geld erhalten hatte.