Köln (SID) - Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) blickt finanziell weiter einer ungewissen Zukunft entgegen. Der Antrag der Grünen/Bündnis 90, wonach fünf Prozent der zentralen Maßnahmen für den Sport (94 Millionen Euro) für die Finanzierung der Agentur einzubringen seien, wurde im Sportausschuss des Bundestages zurückgestellt.

Der Antrag habe bessere Chancen auf Zustimmung, wenn die Sache zunächst noch im Haushaltsausschuss besprochen werde, hieß es aus Reihen der Grünen. Bei der nächsten Sitzung des Sportausschusses soll das Grünen-Papier zur Abstimmung vorliegen.

Zuvor hatte die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag von einer "drohenden Blamage" auf internationaler Ebene gesprochen, falls die nötigen Gelder für die NADA nicht flössen. Noch fehlen der NADA für den Haushalt des kommenden Jahres 1,35 Millionen Euro. Der Bund nahm als Hauptgeldgeber zuletzt die Länder in die Pflicht, doch diese verweigerten ein größeres finanzielles Engagement.

Abgelehnt wurde mit den Stimmen der Koalition auch ein Antrag der SPD auf eine dauerhafte Veröffentlichung der Zielvorgaben für Olympische Spiele im Sportausschuss des Deutschen Bundestages. Zuletzt hatten zwei Journalisten vor einem Berliner Gericht erzwungen, dass die Zielvorgaben über Medaillengewinne gegenüber der Presse veröffentlicht werden mussten. "Gott sei Dank ist die Entscheidung so gefallen. Wir sind nicht ermächtigt, Vereinbarungen Dritter ohne Genehmigung herauszugeben", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Christoph Bergner (CDU).