New York (dpa) - Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich bei seiner letzten Rede vor der UN-Vollversammlung mit Angriffen auf den Westen und Israel weitgehend zurückgehalten.

Anders als bei anderen öffentlichen Auftritten verzichtete Ahmadinedschad in New York auf antisemitische oder antiwestliche Ausfälle oder die Leugnung des Holocausts. Der iranische Präsident ging mit keinem Wort auf den Bürgerkrieg in Syrien ein. Der Iran ist Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Die USA und Israel hatten die Rede Ahmadinedschads boykottiert.

Der iranische Präsidnet beklagte in seiner halbstündigen Rede den Zustand der Welt, die unter Hochrüstung, Arroganz und Armut leide. Verantwortlich machte er dafür jedoch nur allgemein «den Kapitalismus» oder «bestimmte Nationen». In den vergangenen Jahren hatte er immer wieder mit Beschimpfungen für einen Eklat in der Vollversammlung geführt.

Ahmadinedschad beschrieb minutenlang den Zustand der Welt. Dabei sagte er auch über eine Übermilitarisierung der Welt: «Die ständige Bedrohung unserer großen Nation durch die unzivilisierten Zionisten sind ein klares Beispiel dieser bitteren Realität.»

Ahmadinedschad darf nach zwei Amtszeiten im kommenden Jahr nicht mehr bei der Präsidentenwahl antreten. Allerdings hat er nicht ausgeschlossen, 2017 noch einmal zu kandidieren.

Rede Ahmadinedschads

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