NEW YORK (dpa-AFX) - Schwache US-Konjunkturdaten haben den Euro <EURUS.FX1> am Freitag wieder unter 1,29 US-Dollar gedrückt. Der erwartungsgemäß ausgefallene Stresstest für Spaniens Banken stützten nur vorübergehend ein wenig. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,2844 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2930 (Donnerstag: 1,2874) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7734 (0,7768) Euro gekostet.

Die spanische Regierung meldete nach dem europäischen Börsenschluss eine Finanzlücke der heimischen Geldhäuser von insgesamt rund 59,3 Milliarden Euro. Damit entspricht der Kapitalbedarf, den die Prüfer der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman ausgemacht haben, fast exakt den Markterwartungen von 60 Milliarden Euro. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker zeigte sich erleichtert, dass die zugesagte finanzielle Unterstützung zur Sanierung der spanischen Banken ausreicht.

Bereits am früheren Nachmittag war indes bekannt geworden, dass sich die Stimmung der US-Einkaufsmanager in der Region Chicago im September überraschend stark eingetrübt hatte. Der entsprechende Index sank unter die 50-Prozent-Schwelle, ab der er eine wirtschaftliche Belebung signalisiert. Zudem hellte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im September weniger stark auf als zunächst gemeldet.