Madrid (SID) - Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat seine Satzung geändert und eine Übernahme des Klubs durch Außenstehende weiter erschwert. Kandidaten auf das Präsidentenamt des Titelverteidigers müssen in Zukunft mindestens 20 statt wie bislang zehn Jahre Klubmitglied sein. Zudem müssen die Anwärter persönlich eine Garantie in Höhe von 15 Prozent des Klub-Budgets hinterlegen. Die Änderungen wurden auf einer Hauptversammlung am Sonntag genehmigt.

Er habe nichts gegen "Scheichs oder Russen", sagte Präsident Florentino Pérez. Er wolle den Klub und seine Mitglieder schützen, die rechtmäßige Eigentümer des Vereins sind und den Präsidenten wählen. Es sei wichtig, so der 65-Jährige, dass nicht "irgendjemand den Klub übernehmen und ihn zugrunde richten kann."

In der Saison 2011/12 überschritten die Einnahmen des 32-maligen Meisters erstmals eine halbe Millarde Euro. Real erlöste 514 Millionen Euro und erzielte einen Gewinn von 24,2 Millionen Euro nach Steuern. Die Nettoverschuldung sank von 169 Millionen auf 124 Millionen Euro.