Seehofer will sich 2018 verabschieden und Nachfolge selbst regeln

München (dpa) - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will sich 2018 aus der Spitzenpolitik verabschieden und bis dahin seine Nachfolge selbst regeln. Das sagte Seehofer nach Abschluss des CSU-Parteitags in München. Bei dem Thronanwärter-Quartett handelt es sich um Bundesagrarministerin Ilse Aigner, Finanzminister Markus Söder, Sozialministerin Christine Haderthauer und Innenminister Joachim Herrmann. Platz fünf für einen «Joker» sei offen. Vorher will Seehofer die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl 2013 holen.

Tag der Trauer im Libanon - Wütende Proteste nach Terroranschlag

Beirut (dpa) - Nach dem verheerenden Terroranschlag mit acht Toten im Libanon werden die Rufe nach einem Rücktritt der von der Hisbollah gestützten Regierung immer lauter. Landesweit gingen zum nationalen Tag der Trauer insbesondere in den von Sunniten dominierten Regionen Menschen auf die Straße und forderten Ministerpräsident Nadschib Mikati auf, abzutreten. Bei der Explosion einer Autobombe im christlichen Viertel Aschrafijeh waren gestern acht Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden.

CDU-Landeschefin Klöckner fährt Spitzen-Wahlergebnis ein

Mainz (dpa) - Mit dem Rückenwind durch Altkanzler Helmut Kohl und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner eine Kampfansage an Rot-Grün geschickt. Die Bilanz der Regierung von Kurt Beck komme das Land sehr teuer zu stehen, sagte Klöckner beim Landesparteitag. Die Delegierten dankten ihr mit einem Spitzenergebnis bei der Wiederwahl. Die 39-Jährige erhielt 97,3 Prozent der gültigen Stimmen. Altkanzler Kohl hatte Klöckner in seiner Rede zuvor als «Glücksfall» für die Partei bezeichnet.

Innenminister: Über 100 Rechtsextremisten im Untergrund

Berlin (dpa) - Auch nach der Enttarnung der Neonazi-Terrorgruppe NSU leben nach Regierungsangaben mehr als 100 zur Fahndung ausgeschriebene Rechtsextremisten im Untergrund. Das Bundeskriminalamt gehe von zuletzt 110 mit offenen Haftbefehlen untergetauchten Rechtsextremisten aus, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich der «Welt am Sonntag». Der CSU-Minister sagte, er gehe nicht davon aus, dass es Nachahmer der Neonazi-Terrorgruppe gebe, die wahllos Leute erschössen und darüber nichts verlautbaren ließen.

Israels Marine stoppt Gaza-Blockadebrecher «Estelle»

Tel Aviv (dpa) - Erneut ist ein Versuch pro-palästinensischer Aktivisten gescheitert, die von Israel vor dem Gazastreifen verhängte Seeblockade zu durchbrechen. Kurz bevor das unter finnischer Flagge fahrende Segelschiff «Estelle» sein Ziel erreichte, sei es von der Marine aufgebracht worden, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Die etwa 20 Aktivisten an Bord hätten keinen Widerstand geleistet, als Soldaten den 53 Meter langen Dreimaster knapp 50 Kilometer vor der Küste des Gazastreifens geentert hätten.

Vier Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad

Bagdad (dpa) - In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind vier Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben gekommen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen waren zwei Sprengkörper in der Nähe eines belebten Marktes in einem von vielen Schiiten bewohnten Stadtteil detoniert. Nach Angaben der Nachrichtenwebsite Sumaria News wurden mindestens 13 Menschen verletzt. Der Anschlag ereignete sich demnach in dem Vorort Chadimija. Mehrere Gebäude und Geschäfte seien beschädigt worden.