Berlin (dpa) - Der wegen Betrugsvorwürfen zurückgetretene EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucher, John Dalli, sollte sich für die Aufhebung des Handelsverbots für einen schwedischen Lutschtabak einsetzen. Dafür hätten ihm 10 Millionen Euro gewunken, schreibt die «Bild am Sonntag». Treibende Kraft hinter dem Bestechungsversuch war demnach der der Malteser Geschäftsmann Silvio Zammit. Für 60 Millionen Euro soll er dem Tabakkonzern Swedish Match angeboten haben, eine Aufhebung des EU-weiten Handelsverbots für den Lutschtabak «Snus» durch Dalli zu erreichen.