Dresden (SID) - Trainer Ralf Loose vom abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden lassen die Diskussion um seine Person kalt. "Damit beschäftige ich mich nicht. Wichtig ist nur, dass wir die drei Punkte holen", sagte Loose vor dem richtungweisenden Spiel gegen den FSV Frankfurt am Freitag (18.00 Uhr/Sky und Liga total!). Bei einer Niederlage droht dem 49-Jährigen die Entlassung.

Mit nur 9 Punkten aus 13 Spielen liegen die als Geheimfavoriten gestarteten Dresdner auf Platz 15, punktgleich mit dem Tabellenletzten SV Sandhausen. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge.

Im Vergleich zum 0:2 beim Ost-Rivalen Energie Cottbus am vergangenen Wochenende soll es sowohl personell als auch taktisch Änderungen geben. Wie diese aussehen sollen, ließ der 49-Jährige offen. Die Marschrichtung ist allerdings klar: "Wir können nicht davon ausgehen, dass wir zu null spielen. Deshalb müssen wir mindestens zwei Tore schießen", sagte Loose.

An Topstürmer Mickael Poté geht die unbefriedigende sportliche Situation dagegen nicht spurlos vorbei. "Wir sind momentan ein Team aus Angst und gehen keine Risiken ein", schrieb der 28-Jährige auf seiner Internetseite. Der Stürmer, der bislang sechs der 14 Dresdner Tore erzielte, sieht die Mannschaft in einer Abwärtsspirale: "Je weniger Erfolg wir haben, desto schneller sinkt das Vertrauen. Es tut mir weh. Wir müssen vereint bleiben, weiter zusammen kämpfen."

Die sportliche Krise scheint mittlerweile auch Einfluss auf die Fans zu haben. Bisher wurden für das Spiel erst 17.000 Karten verkauft, der Zuschauerschnitt Dynamos liegt in dieser Saison bei knapp 25.000 Besuchern.