Straßburg (AFP) Wegen brutaler Folter während eines Verhörs muss Bulgarien einem Mann 27.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der 54 Jahre alte Bulgare tatsächlich gefoltert worden war. Der Mann war im Juni 1999 gemeinsam mit einem mutmaßlichen Komplizen unter dem Verdacht festgenommen worden, an der Ermordung von Bulgariens letzten kommunistischen Regierungschefs, Andrej Lukanow, im Oktober 1996 beteiligt gewesen zu sein.