Frankfurt/Main (AFP) Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich gegen einen NPD-Verbotsantrag von Bundestag und Bundesrat ausgesprochen. Das angestrebte Verbotsverfahren sei "nicht durchdacht" und lediglich ein "Reflex" auf die Mordanschläge der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), sagte Lammert der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). Er habe Zweifel, ob die von den Landesinnenministern zusammengestellte Materialsammlung für ein Verbot ausreiche. "Man soll es besser bleiben lassen", urteilte der CDU-Politiker.