Berlin (AFP) Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat dem Koalitionspartner CDU einen Bruch der Koalitionsvereinbarung vorgeworfen. Er sei "persönlich enttäuscht" über den Beschluss des CDU-Parteitags, gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften die steuerliche Gleichbehandlung zu verweigern, sagte Westerwelle dem Berliner "Tagespiegel" (Donnerstagsausgabe). Die Beschlüsse der CDU "widersprechen unserer Koalitionsvereinbarung", kritisierte der FDP-Politiker. "Menschen, die in einer Lebensgemeinschaft auf Dauer Verantwortung füreinander übernehmen, verdienen Respekt und Unterstützung, nicht Diskriminierung und Zurückweisung."